Eine Nachsuche vom Feinsten

Ansitzdrückjagd in Weitershausen am 05.12.15

Nach der Jagd wurde mir von einem der Ansteller berichtet, dass ein Schütze auf eine Sau geschossen hat und viel Schweiß am Anschuss ist. Ich rief Daniel Marburger an, der sich im Vorfeld bereit erklärte, bei Nachsuchen zur Verfügung zu stehen. Daniel und noch ein Hundeführer kamen zum Treffpunkt und wir fuhren zum Anschuss. Der Hundeführer Alexander Thon setzte seine BGS Hündin am Anschuss an, nach ca. 50 m verwies die Hündin einen Röhrenknochensplitter.

Abschluss Nachsuche

Abschluss einer erfolgreichen Nachsuche

Die kranke Sau flüchtete mit der Rotte. Es ging durch den Eichenaltholzbestand in Richtung Dilchhausen, später dann ca. 800 m über das freie Feld in Richtung Klärwerk Weitershausen, wo wir dann nach ca. 2 km die Nachsuche abbrechen mussten wegen der Dunkelheit.
Daniel und ich verabredeten uns für den nächsten Morgen um 8.00 Uhr am Klärwerk Weitershausen, um die Nachsuche fortzusetzen. Daniel setzte sich mit Jens Wagner in Verbindung, der ebenfalls am Morgen zum Treffpunkt kam. Jens setzte seinen BGS Rüden Bandit am letzten Schweiß an. Daniel nahm wieder seine jüngere Tiroler Bracke, Rüde Bolle mit Abstand zu Jens und seinen BGS hinter der Fährte mit.
Es ging durch den Bach Ohe über das freie Feld in Richtung Frohnhausen ca. 1,5 km, dann durch die erste Windwurffläche mit immer mal wieder einer Bestätigung von kleinen Tröpfchen Schweiß, im Buchenaltholzbestand machte die kranke Sau immer wieder mal Wiedergänge. Der BGS Rüde Bandit kreiste selbstständig und ganz ruhig die Wiedergänge aus bis er den Abgang weiter verfolgen konnte.
Es ist eine Augenweide, so ein Gespann zu beobachten, bei dieser schwierigen Arbeit!
Nun ging es durch Feld und Wald bis zur großen Windwurffläche am Sportplatz Frohnhausen. Ich umschlug die Windwurffläche und stellte mich vor Kopf, falls die Sau sich dort gestreckt hat. In der Windwurffläche war das erste Wundbett.
Nach einer Weile rief mich Daniel an und sagte, dass die Sau unter der Windwurffläche in Richtung Feld – Grenze Sinkershausen raus ist, also ich los um Daniel und Jens zu suchen wo sie sind.
Am Waldrand angekommen, bestätigte der BGS ein Tropfbett. Also weiter durch das Revier Sinkershausen, per Handy schnell den Pächter verständigt, dass wir im Revier unterwegs sind auf Nachsuche.
An der Grenze zu Diedenshausen angekommen, ab hier kannte ich mich wieder aus, kam nach ca. 200 m eine kleine Windwurffläche im Revier Diedenshausen. Ich ging ca. 50 m neben der Wundfährte und konnte so die Fläche einsehen, ca. 60 – 80 m vor dem Nachsuchengespann ging auf einmal die Sau hoch.
Ich rief Daniel und Jens zu, dass die Sau die Windwurffläche verlässt.
Sie schnallten beide ihre Hunde, die sofort die Hetze aufnahmen. Die Hunde stellten die Sau im Buchenaltholzbestand. Jens ging auf die Sau zu, die ihn dann auch gleich annehmen wollte, er konnte einen Fangschuss antragen. Die Nachsuchenstrecke betrug ca. 8 km. Die Sau hatte einen rechten hohen Hinterlaufschuss und brachte 47 kg auf die Waage.
An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal bei Daniel und Jens bedanken. Ohne solche Top – Hunde wäre die Sau nicht zur Strecke gekommen.